Über mich

» 1980 habe ich als junge Frau Argentinien verlassen und bin nach Deutschland
gegangen. Und ich bin geblieben. Ich hatte eine Unzahl junger, frischer Ideen im Kopf, die ich in Europa verwirklichen wollte. Ich hatte zwar schon einmal im kleineren Rahmen, in einem Café in Buenos Aires Bilder ausgestellt, es waren mehr Fingerübungen, Werke, die ich spontan in impulsiven Momenten und eigentlich mehr für mich gemalt habe. «

 

» In Deutschland wurde das Malen für mich zum dringenden Bedürfnis, es war auch wie eine Nostalgie nach Heimat, ein Muss. Langsam und vielleicht erst im fortgeschrittenen Alter habe ich meinen Weg entdeckt, den Weg zu dem, was ich sagen will und wie ich es sagen will. Es war wie eine Erleuchtung. Auf einmal war ich sicher mit dem, was ich machte. Ich hatte zu einer anderen Dimension meines Malens gefunden. «

 

»  | 1. Stufe | Ich lasse die Farben auf dem gesamten Bild so kräftig durcheinander wachsen wie die Umwelt in mich eindringt. Dabei entstehen alle möglichen Variationen und Abstufungen und womöglich auch eine scheinbare Unordnung. Ich brauche das, um einen Teil der Unendlichkeit des Universums auf meine Fläche zu bringen. Dort bin ich, dort herrscht meine Natur, die Umgebung, in der ich mich täglich bewege. Doch in meinen Bildern wächst zum Beispiel als Hintergrund konkret keine Landschaft mit Bäumen und Häusern sondern die unbegrenzte Welt. Vielleicht ist das meine Form von Respekt vor der Größe der Natur. Ich brauche die „Luft zum Atmen“ mehr als alles andere. Meine Farben sind bunt, strahlen Freude aus, sollen erregen, schreien nach Glücksgefühl auf dieser Welt. «

 

» | 2. Stufe | Auf die so entstandene Fläche zeichne ich ein Porträt (Kinder, Alte, Frauen, Männer, oder Tiere). Die ursprünglichen Farben auf der Leinwand bleiben bestehen. Auch einzelne Farbflecke lasse ich absichtlich ohne konkrete Begrenzung. Manchmal muss man die Augen zusammenkneifen, um alles zu entdecken. Die lebendige Form im Vordergrund Ist ebenso wichtig wie die lebendige Umwelt im Hintergrund. Sie haben die gleiche Dominanz. Sie gehören zusammen und durchdringen sich. Nur so erreichen sie Harmonie. «

 

» Es ist mein Anliegen, diese Annäherung des Menschen an die Natur, vielleicht seine Einfügung in die Natur darzustellen, eben die Harmonie, die ich erwähnt habe. Ich möchte die Betrachter auf sie aufmerksam machen, wirklich hellhörig, empfindsam. Manchmal erleben wir diese Integration, dieses Wunder von Integration, wie ich es nenne, nur am Rande, es wird uns nicht wirklich bewusst. In meinem Fall ist diese Einbindung jedoch so intensiv geschehen, dass ich nicht weiß, wohin ich gehöre. Ich nenne das eine „globale, eine universale Staatsangehörigkeit“. Und wahrscheinlich ist genau das der Ort, wohin ich gehöre, meine Heimat, mein „universales Zuhause“. «

 

» Wir lernen die Sprache der Worte, um uns mit den Menschen zu verständigen,
Italienisch zum Beispiel, weil wir gern nach Italien reisen. Die Sprache der Bilder ist international. «

 

» Ich denke, von den Menschen, die ein Bild erwerben, haben bei weitem nicht alle eine Vorstellung von dem, was sie kaufen. Wollen sie das Werk oder wollen sie den Künstler, sein Image, das, was sie von ihm gehört oder was sie sich über ihn zusammengedacht haben? Oder kaufen sie ein Gemälde nur zur Dekoration wie einen Teppich vielleicht? Die Aussage des Bildes spielt dann keine Rolle. «

 

» Ich freue mich natürlich, wenn ich ein Bild verkaufe. Nicht weil ich davon leben muss sondern weil ich hoffe, dass die Käufer mein Anliegen verstehen. Und meine Freude ist am größten, wenn ich Menschen begegne, Käufer oder Nichtkäufer, die mein Anliegen umsetzen, sorgsam mit der Natur umzugehen, alle Kreaturen liebevoll zu behandeln, sich intensiv mit der Verwirklichung einer friedlichen Zukunft zu beschäftigen. «

(zusammengestellt von Dr. Pappe)